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Für Ihre Gesundheit – eine Kur

Allein in Deutschland gibt es mehr als 300 Kurorte und Heilbäder in denen man Unterstützung zur Stärkung einer schwachen Gesundheit oder Genesung bei verschiedenen Krankheiten findet. Vor allem bei chronischen Erkrankungen kann eine Kur sehr sinnvoll sein. Man unterscheidet zwischen ambulanten und stationären Kuren, außerdem solche die der Vorsorge dienen oder der Rehabilitation. Ziel ist es, egal bei welcher Kur, Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln und zu zeigen, was man für seine Gesundheit tun kann.

Entscheidet man sich für eine ambulante Kur, weil man zum Beispiel gesundheitlich belastet ist und die Behandlung zu Hause unzureichend ist, muss man dafür als Arbeitnehmer seinen Urlaub nutzen. Krankschreibungen gibt es in solchen Fällen nicht. Zusammen mit dem Hausarzt wird der Kurort ausgewählt. Um alles andere (Unterbringung, Fahrt, Verpflegung) muss man sich selbst kümmern. Die Kurbehandlung dauert etwa 2 – 3 Wochen in einem örtlichen Gesundheits- oder Kurzentrum. Zum Therapieplan gehören Gespräche mit einem Vertragskurarzt der sie ausführlich berät, bei Bedarf Medikamente, Krankengymnastik oder andere Maßnahmen verordnet und auch Informationen für eine ausgewogene Ernährung erläutert. Eine ambulante Kur kann man höchstens alle 3 Jahre machen.

Bei einer stationären Kur, die man alle 4 Jahre in Anspruch nehmen kann, wohnt man direkt in einer Kur – oder Rehabilitationseinrichtung. Wo diese sich befindet, erfährt man von der Krankenkasse, die jeden Fall auf medizinische und wirtschaftliche Aspekte prüft. Es wird zwar versucht, auf einzelne Wünsche den Ort betreffend ein zu gehen, aber die letzte Entscheidung liegt bei der Krankenkasse. Für ungefähr 3 Wochen erhält man dann in der Kurklinik alle Therapien und Anwendungen die notwendig sind um ein Verbessern des Befindens herbei zu führen. Eine stationäre Kur ist nur dann möglich wenn alle anderen Maßnahmen ( ambulante Behandlung und Kuren) nicht sinnvoll sind oder erfolglos waren.

Für Ihre Gesundheit - eine Kur

Für Ihre Gesundheit – eine Kur @iStockphoto/Joshua Hodge Photography

Für Eltern gibt es auch die so genannte Mutter – oder Vater – Kind Kur. Auch diese dauert etwa 3 Wochen und findet stationär in einer dafür zugelassenen Einrichtung statt. Wenn man sich in seiner Elternrolle überlastet fühlt, Probleme hat seine Kinder zu versorgen und zu erziehen, in einer Trennungssituation lebt, an einem Bournout – Syndrom leidet oder sogar ein behindertes Kind versorgen muss, kann zur Vorbeugung psychischer oder physischer Krankheiten, eine solche Kur durchaus empfehlenswert sein. Man kann sie mit oder ohne Kind machen, wobei es in vielen Fällen besser ist, allein zur Kur zu fahren. Durch die räumliche Trennung ist es möglich, sich auf die eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren und die eigene Situation besser zu beurteilen um Lösungen für die Probleme zu finden. Ist es nicht möglich, das Kind in der Heimat sicher unter zu bringen, können Kinder bis 12 Jahre mit fahren. Diese werden allerdings nicht behandelt. Im Vordergrund der Kur stehen der Vater oder die Mutter. Auch diese Kur kann man alle 4 Jahre machen.

Wenn man vor Ort schon alle Arznei-, Heil – und Hilfsmittel in Anspruch genommen hat und von einem Facharzt gegen die spezielle Erkrankung behandelt wurde, sucht man seinen Hausarzt auf und stellt mit diesem zusammen den Antrag auf die Kur. Der Antrag wird an den medizinischen Dienst der Krankenkasse weiter geleitet und dort begutachtet. Anschließende wird man über das Ergebnis informiert. Falls die Kur nicht genehmigt wurde, lohnt es sich auf jeden Fall nach einer gewissen Zeit einen neuen Antrag zu stellen, vor allem wenn die Erkrankung sich verschlimmert.

Eine Kur kann von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden, komplett übernommen werden die Kosten allerdings eher selten. Auch die gesetzliche Rentenversicherung zahlt Zuschüsse, wenn die Kur dazu dient, die Arbeitskraft wiederherzustellen.

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